Jahreshauptversammlung Januar 2009


Beitragsbewertung:  / 1
SchwachSuper 

Obwohl wir im Jahr 2008 von größeren Stürmen und Unwettern verschont geblieben sind, gab es für die Freiwillige Feuerwehr Flüggendorf dennoch gut zu tun. Mit 17 Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen dennoch ein ganz normales Jahr. Ein Feuer wurde uns sogar freihaus geliefert aber dazu komme ich später.

Zurzeit hat unsere Wehr 41 Mitglieder, davon 34 im aktiven Dienst. Die Zahl der passiven Mitglieder beträgt 34. Dazu kommen über 300 fördernde Mitglieder.

Die Anzahl der aktiven Kameradinnen und Kameraden ist immer noch nicht im Soll. Bis zur Sollstärke fehlen uns momentan 3 Mitglieder. Wir haben im letzen Jahr viele Gespräche mit jungen Leuten aus unserem Dorf geführt, die das Potenzial für eine Mitgliedschaft hätten, sich auch interessiert zeigten, aber irgendwie fehlt der letzte mutige Schritt zum Eintritt in unsere Wehr. Die Mitgliederwerbung bleibt nach wie vor die größte und wichtigste Baustelle bei uns.

Zur Ausrüstung: Wir besitzen ein LF 10/6 Baujahr 2007, einen MZF Baujahr 2005, ein TLF -16/24Tr. Baujahr 98 und ein LF -16 TS vom Katastrophenschutz, Baujahr 89.

Alle Fahrzeuge sind mit Funk im 4 - Meter - Band ausgerüstet.

14 Handsprechfunkgeräte im 2 - Meter - Band sowie 28 Meldeempfänger vervollständigen unsere gute Ausrüstung.

Nach 30 Jahren wurde das Gestühl und die Tische im Gruppenraum und im Vorstandszimmer erneuert. Ich hoffe, sie sitzen gut.

Da es 2008 ausnahmsweise einmal kein neues Fahrzeug gab, konnten wir uns ganz dem vorhandenen Gerät widmen und die Aus –und Fortbildung auf diesen Geräten optimieren. Mit der Handhabung des neuen LF-10/6 haben wir große Fortschritte gemacht aber auch auf den anderen Fahrzeugen wurde fleißig trainiert.

Training, das wir brauchen, um im Notfall effektiv helfen zu können. Die Feuerwehrleute genießen das größte Vertrauen in der Bevölkerung. Dieses ergab eine Umfrage bei der alle Berufsgruppen berücksichtigt wurden. Um dieses Vertrauen in uns gerecht zu werden, müssen wir uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen und niemals locker lassen, was die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden betrifft. Die Feuerwehrdienstvorschrift 2 regelt die Ausbildung in der Feuerwehr. Sie besagt, dass jedes Mitglied der Einsatzabteilung 40 Stunden Fortbildung im Jahr zu absolvieren hat. Diese 40 Stunden können wir, wenn wir ehrlich sind, mit unserem dreiwöchigen Rhythmus nicht mehr darstellen. Es würde voraussetzten, dass alle Dienste besucht werden müssten, was viele aus beruflichen oder familiären Gründen nicht erreichen können. Deswegen haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, ab 2009 den vierzehntägigen Rhythmus einzuführen.

Ein Kamerad sagte in der Diskussion: “Wir sind doch eine freiwillige Feuerwehr und keine Berufsfeuerwehr“. Natürlich hat er recht aber ich gebe zu bedenken, dass weder die Bevölkerung, noch die Gesetze und erst recht nicht das Feuer einen Unterschied macht, ob es von einem freiwilligen Feuerwehrmann oder einem Berufsfeuerwehrmann bekämpft wird.

Im Februar kam es zur ersten Amtsübung seit der Gründung unseres Amtes Schrevenborn. Mit allen fünf Wehren und dem ASB galt es, ein breites Spektrum an Einsatzsituationen abzuarbeiten. Eine Übung, die für viel Diskussionsstoff, auch noch Monate nach der Übung gesorgt hat.

2008 standen auch die Wahlen der Gemeindewehrführung und der Ortswehrführung in Flüggendorf an. Während auf Gemeindeebene sowohl der Gemeindewehrführer Ernst-Peter Schütt als auch sein Stellvertreter Bernd Sievers wiedergewählt wurden, gab es in Flüggendorf eine Neubesetzung des stellvertretenen Ortswehrführers. Für den Kamerad Heinrich Dibbern, der nach zwölfjähriger Amtszeit seinen Posten zur Verfügung stellte, wurde der Kamerad Torsten Naase einstimmig von der Wehr gewählt. Ich möchte noch einmal die Gelegenheit nutzen und mich bei Heinrich für die zwölf Jahre guter Zusammenarbeit bedanken. Auch Torsten hat sich sehr schnell eingearbeitet und ist mir schon jetzt eine sehr gute Unterstützung, denn auch ich habe von euch den Auftrag bekommen, die Wehr für weitere 6 Jahre zu führen.

Im April nahmen die Aktiven der Wehr an einem Erste-Hilfe Lehrgang teil. Wir konnten wieder den ASB-Schönkirchen gewinnen uns in 16 Stunden an einem Wochenende die wichtigsten Handgriffe des Ersthelfers beizubringen.

Auf Grund widriger Witterungsverhältnisse am Ostersamstag kamen wir völlig unverhofft zum ersten Frühlingsfeuer in unserer Geschichte. Ein eisiger Ostwind und Schneetreiben veranlasste den kurzfristig einberufenen Krisenstab am Vormittag zur Absage des Osterfeuers. 14 Tage später sollte dann bei schönem Wetter ein Frühlingsfeuer wieder für gute Stimmung bei den Helfern sorgen. Allen, die dazu Beigetragen haben, diese logistisch nicht ganz einfache Leistung zu vollbringen, gilt mein Dank.

Ungewöhnlicher Einsatz am 08. Mai im Möhlenweg: Nach einem technischen Defekt an einem Tranformatorenmast waren glühende Teile in die Böschung gefallen. Der Brand war mit der Besatzung vom TLF schnell im Griff, allerdings gehe ich jetzt immer auf der anderen Straßenseite an diesem Mast vorbei.

Hoch hinaus wollten wir schon immer. Das sagte sich auch Torsten Naase, der uns kurzerhand einen Termin im Hochseilgarten Altenhof sicherte. Auch hier konnte man gut die Beobachtung machen, was die Bevölkerung bei einem Mitglied der Feuerwehr voraussetzt. Einige waren richtig enttäuscht, dass wir noch Sicherungsseile benutzten und nicht freihändig in den Baumwipfeln herum turnten. Dabei ist nicht jeder Feuerwehrmann automatisch schwindelfrei, wovon wir uns überzeugen konnten. Es hat dennoch Riesen Spaß gemacht und eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

Jetzt zu dem Einsatz, von dem man in Flüggendorf noch viele Jahre sprechen wird. Ein uns bekannter Landwirt aus Flüggendorf war am 24 Juli damit beschäftigt, sein Stroh vom Feld in Oppendorf zu bergen. Als Arbeitsgerät nutzte er einen Traktor mit zwei Anhängern. Vermutlich löste sich ein glühender Rückstand aus dem Auspuffrohr des Traktors und segelte im hohen Bogen auf einen der Anhänger und setzte das Stroh in Brand. Dieses geschah schon weit vor dem Dorf und blieb zunächst unbemerkt vom Traktoristen. Im Dorf angekommen, brannten die Anhänger begünstigt durch den Fahrtwind schon lichterloh und setzten eine Hecke im Ortseingang in Brand. Erst das beherzte Einschreiten eines Anwohners machte den Fahrer auf seine brenzliche Fracht aufmerksam. Blitzschnell reagierte er und brachte das Gespann direkt vor dem Gerätehaus zum Stehen. Mit letzter Entschlossenheit konnte der Traktor noch von den Anhängern getrennt werden und somit hatten wir unser erstes Feuer freihaus. Leider drückte der Anwohner nur den Sirenenknopf, der sich zu diesem Zeitpunkt noch am Gerätehaus befand, was dazu führte, dass die Leitstelle nicht mit eingebunden wurde und so keine Meldeempfänger und weitere Löschkräfte alarmiert wurden. Aber auch den ortsansässigen Kameraden gelang es mit großem Einsatz den Schaden so gering wie möglich zu halten und das Stroh schließlich abzulöschen. Eine große Hilfe war hierbei Kamerad Holger Arp, der einen Radlader und Trecker mit Anhänger zur Verfügung stellte, um die riesige Menge an Stroh von der Straße zu bekommen. Verletzt wurde zum Glück niemand und auch die Reetdachhäuser in der Alten Schulstraße blieben unversehrt.

Fazit: Es hätte schlimmer kommen können.

In der Nachbesprechung wurde beschlossen, dass der Sirenenknopf abmontiert wird. Im Zeitalter der Handys erfüllt er keinen Zweck mehr.

Der nächste Großeinsatz nur wenige Tage später am 02.August. Ein Stoppelfeld von ca. 30 ha Größe war fahrlässig in Brand geraten. Ein Anwohner hatte bei hochsommerlichen Temperaturen und starken Winden Gartenabfälle direkt auf dem Stoppelfeld verbrannt. Das führte zu einem Großeinsatz mit den Wehren Alt –und Neu Heikendorf, Mönkeberg, Schönkirchen, Klausdorf und Flüggendorf. Dieses Aufgebot an Kräften ist glaube ich nur durch den legendären Einsatz an der Oppendorfer-Mühle vor einigen Jahren zu toppen. Mit dem Unterschied, dass die Einsatzkräfte dieses Mal auch was zu tun hatten. Doch trotz aller Bemühungen gelang es nicht, die Feuerwand zu stoppen. Meter für Meter fraß sich das Feuer vom Klosterkamp in Richtung Groß-Holz. Das fein gehäckselte Stroh wirkte wie Zunder und der Wind trieb es rasend voran. Auch hier war wieder Holger gefragt. Nachdem der Besitzer der Fläche es nicht für erforderlich hielt einen Traktor mit Scheibenegge oder Grubber zu stellen, musste Holger Arp sein Geschirr aus dem benachbarten Dorf heranführen. Im letzten Moment gelang es, den Wald zu retten. Einige Stellen im Wald hatten schon Feuer gefangen, konnten aber rechzeitig abgelöscht werden.

Fazit dieses Einsatzes: Trotz vieler Tanklöschfahrzeuge kommt man nicht um den Einsatz von Schleppern herum. Der Besitzer hat dieses auch erkannt und wird uns in Zukunft unterstützen.

Noch etwas Neues: Am 31 August wurde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Gilde und der evangelischen Kirchengemeinde der erste Freiluftgottesdienst auf dem Gut Oppendorf abgehalten. Pastor Suhr war an die Feuerwehr und die Gilde herangetreten und bat um Unterstützung, die wir ihm gerne gaben. Das Wetter spielte mit und so wurde es eine schöne Veranstaltung.

Eine Liste aller Einsätze und Aktivitäten befindet sich in der Anlage dieses Berichtes und kann auch unter ff-flueggendorf.de eingesehen werden. Unsere Homepage wurde auch 2008 in hervorragender Weise durch unseren Kameraden Christoph Dibbern auf einem aktuellen Stand gehalten. Es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen.

Auch die weiteren Veranstaltungen, wie das Laternenlaufen und der Weihnachtskaffee wurden wieder durchgeführt. Gerade der Weihnachtskaffee kam bei unseren älteren Bürgen im letzten Jahr sehr gut an.

Auch der Kontakt zu unserer Partnerwehr Graal-Müritz wurde im vergangenen Jahr weiter gepflegt. So gab es Besuche auf beiden Seiten zu verschiedenen Anlässen.

Seit dem Frühjahr letzten Jahres, treffen sich an jedem Mittwochabend lauffreudige Mitglieder unserer Wehr, um sich fit für den Einsatz zu halten oder wie es so schön neudeutsch heißt: “fit four fire“. Noch ist der Teilnehmerkreis recht übersichtlich aber wir hoffen, dass sich durch die Erweiterung des Sportangebotes der Kreis noch vergrößert. So möchte Torsten im Frühjahr eine Fahrradgruppe ins Leben rufen.

Und hier noch einige Zahlen des Jahres 2008:

Bei den Einsätzen des Jahres wurden insgesamt 299 Stunden geleistet. Denen stehen 1584 Stunden, geleistet an 32 Diensten und diversen Lehrgängen und 165.5 Stunden für die monatlichen Wartungsdienste gegenüber. So kommen wir 2008 auf insgesamt 2048.5 Dienst -und Einsatzstunden (Vorjahr 2897.6).

Der Vorstand traf sich insgesamt zu 6 Sitzungen.

Die gefahrenen Kilometer der einzelnen Fahrzeuge:

LF 10/6 780 km

LF 16 TS 614 km

MZF 3289 km

TLF 16/24 747 km

Gesamt gefahrene Kilometer im Jahr 2008 = 5430 km (Vorjahr 8135 km)

Folgende Kameraden haben einen Lehrgang in der Kreisfeuerwehrzentrale besucht:

Auf Kreisebene

Motorsägenführung Peter van Wickeren

Stefan Grygiel

Björn Bauer

Torsten Naase

Fahrermaschinisten Christoph Dibbern

Auf Landesebene

Brandschutzerziehung Christoph Dibbern

Klaus Lassen

Seit der letzten Hauptversammlung haben wir nach dem Übertritt von Peter Ott in die Ehrenabteilung mit Christoph Dibbern einen neuen Schriftwart und mit Peter van Wickeren einen neuen Kassenwart. Beide wurden ins kalte Wasser geworfen und hatten auch schon gleich im ersten Jahr eine Menge Arbeit, die sie sehr gut bewältigt haben. Sicherlich werde ich euch noch einige zusätzliche Aufgaben zukommen lassen, aber auch ich muss mich erst mal daran gewöhnen, dass durch die Aufteilung der beiden Positionen auf vier Schultern Kapazitäten frei geworden sind.

Auch allen anderen Funktionsträgern, die im letzten Jahr mit ihrem persönlichen Einsatz für einen geordneten Dienst –und Einsatzbertieb gesorgt haben, möchte ich danken.

Aber auch allen anderen Kameradinnen und Kameraden vielen Dank für eure Arbeit.

Einen besonderen Dank auch an Kameradinnen und Kameraden aus Flüggendorf und Schönkirchen, die sich um unsere Jugendwehr kümmern. Ihr habt im letzten Jahr wieder viel mit den Jugendlichen auf die Beine gestellt und das alles zusätzlich zum Feuerwehrdienst. Meine Hochachtung!

Dank auch an die Damen und Herren der Gemeindevertretung und des Werkausschusses, an unseren Bürgermeister Herrn Jensen, die Leiterin des Bürgerbüros Frau Witt sowie ihre Mitarbeiterinnen.

Für die gute Zusammenarbeit möchte ich mich bei unserem Gemeindewehrführer Ernst Peter Schütt und den Kameradinnen und Kameraden der F.F. Schönkirchen, der Polizeistation Schönkirchen und beim ASB Schönkirchen bedanken.

So, bevor ich jetzt zum Ende komme, möchte ich mich, und ich denke auch in eurem Namen, bei unserem Kantinenpaar Margret und Heino, für die gute Betreuung in den vergangenen Monaten bedanken.

Erlaubt mir zum Schluss noch einen Ausblick auf das Jahr 2009. Unsere Veranstaltungen zum 75 jährigen Jubiläum, die am 04. September beginnen werden und an deren Gestaltung wir schon seit über ein Jahr arbeiten, werden uns sicherlich eine Menge Freude, aber auch viel Arbeit bereiten. Ich hoffe, die Freude wird überwiegen, man kann ja auch mit Freude arbeiten. Mein Appell daher an alle: Helft bitte alle mit, dass diese Feierlichkeiten für uns ein Fest der Freude werden, an das wir uns noch lange gerne erinnern werden.

Ich wünsche allen Anwesenden ein glückliches und gesundes 2009.

 

 

Wahlen

Als Kassenprüfer wurde Stefan Grygiel gewählt.

Neuer Vorstandsbeisitzer wurde einstimmig Björn Bauer.

Ehrungen, Beförderungen, Vereidigungen

Stefan Grygiel wurde für seine – die Jugendfeuerwehrzeit eingeschlossen – 10-jährige Mitgliedschaft geehrt.

 

Rolf Müller wurde für seine 30-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Zum Löschmeister wurde Christian Kahl befördert.

Nach Ablauf der einjährigen Probezeit wurde Kay Werner einstimmig in die Wehr aufgenommen und vereidigt.

 

  • Christian
  • Claudia und Lena
  • Jens
  • Kai
  • Kantinenpaar
  • Rolf und Stefan
  • Stefan
  • alle100_7327
  • bjoern100_7323
  • jens100_7321
  • klein_alle100_7327
  • klein_bjoern und michael100_7323
  • klein_jens100_7321
  • klein_lena und claudia100_7318
  • klein_peter100_7324
  • lena100_7318
  • peterott100_7324

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren