Jahreshauptversammlung Januar 2007


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Der Jahresbericht von Wehrführer Bernd Sievers:
2006 war, nicht nur was die Einsätze betrifft, ein sehr arbeitsreiches Jahr. 25 Einsätze und Hilfeleistungen mussten im letzten Jahr abgearbeitet werden. Das Federvieh spielte hierbei eine besondere Rolle. Im Frühjahr war es die Vogelgrippe und im Herbst der Rote Hahn, die dafür verantwortlich waren, dass sich die Gesamtstundenzahl der geleisteten Arbeit im Vergleich zum Vorjahr erneut erheblich gesteigert hat.

Zurzeit hat unsere Wehr 46 Mitglieder, davon 37 im aktiven Dienst. Mit Claudia Grygiel und Lena-Elisa Schröder konnten wir im Jahre 2006 zwei neue weibliche Mitglieder für unsere Wehr gewinnen. Allerdings verloren wir auch leider durch Umzug die Kameraden Peter Höfer und Andreas Dibbern. Die Zahl der passiven Mitglieder beträgt 34. Dazu kommen über 300 fördernde Mitglieder.

Zur Ausrüstung: Wir besitzen immer noch ein LF-8 schwer Baujahr 78, einen MZF Baujahr 2005, ein LF -16 TS Baujahr 89 vom Katastrophenschutz und ein TLF -16/24Tr. Baujahr 98.

Alle Fahrzeuge sind mit Funk im 4 - Meter - Band ausgerüstet.

10 Handsprechfunkgeräte im 2 - Meter - Band sowie 28 Meldeempfänger vervollständigen unsere gute Ausrüstung.

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Die Vogelgrippe und deren Auswirkungen beschäftigte uns wie gesagt im Frühjahr recht häufig. Nicht nur, dass wir die toten Tiere einsammeln mussten, nein es gab wieder jede Menge Besprechungen auf Gemeinde -und Kreisebene, die insbesondere die Wehrführung beschäftigten. Alle möglichen Szenarien wurden durchgespielt und alle Behörden und Institutionen mit einbezogen. Die große Katastrophe blieb aber zum Glück aus. Erinnerungen an die Schweinepest vor einigen Jahren wurden wach. Immerhin haben wir einen Bussard an der Oppendorfer-Mühle aus der Schwentine geborgen, der positiv auf H5-N1 getestet wurde. Dies hatte zur Folge, dass unsere Gemeinde für einige Wochen zum Sperrgebiet erklärt wurde. Warten wir mal ab, was uns das Frühjahr bringt, vergangenen Herbst hatten wir keinen weiteren Fall.

Bezüglich der Brandeinsätze hatten wir einen Großbrand, drei Mittelbrände und einen Kleinbrand zu bekämpfen. Alle Feuer sind mittlerweile aus. Für den Großbrand haben unsere Kameraden aus Rosenfeld gesorgt. Nein nein, nicht wie ihr denkt. Gesorgt in dem Sinne, dass sie uns nachalarmiert haben. Ein reetgedecktes Zweifamilienhaus stand am 24.Oktober gegen 10 Uhr in Flammen. Trotz dieser ungünstigen Uhrzeit konnten wir die Rosenfelder mit 11 Mann unterstützen.

Ein Mittelbrand am 17.04. in Schönhorst bei Familie Wiese konnte mit Unterstützung der Schönkirchener Wehr schnell gelöscht werden. Dem glücklichen Umstand, dass das Feuer früh entdeckt wurde und dem gezielten Schnellangriff war zu verdanken, dass es nicht zu einem Großbrand in dem alten Stallgebäude gekommen ist.

Zwei große Flächenbrände hielten uns am 5. August in Atem. Jeweils ausgelöst durch einen, wie sich später herausstellte, defekten Hexler am Mähdrescher. Gegen 16 Uhr heulten das erste Mal die Sirenen. Einsatzort war ein Feld von Herrn Wilke an der Flüggendorfer Straße. Starke Winde trieben das Feuer in rasender Geschwindigkeit in Richtung des Anwesens der Familie Bauer. Hier zeigten sich die Vorteile eines geländegängigen Tanklöschfahrzeuges. So konnte das Feuer sowohl vom Acker als auch von der Straße aus bekämpft und schließlich auch gelöscht werden. Ich befand mich gerade auf dem Gut in Dobersdorf, als mein Melder auslöste. Allerdings mit dem Fahrrad. Also nichts wie rauf auf den Drahtesel und in die Pedale getreten. Die Rauchwolke aus Richtung Flüggendorf war auf der ersten Etappe noch recht klein, was sich aber schnell änderte. Auf Höhe von dem Hof Schlüter hatte ich eine gute Sicht und sah eine gewaltige Feuerfront.

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Ich beantrage hier "offiziell" beim Bürgermeister Blaulicht und Martinshorn für mein Fahrrad. Etliche Pkws blockierten mir auf der Anfahrt zum Einsatzort den Weg, was dazu führte, dass ich als Letzter am Einsatzort ankam. Meine Einsatzschutzkleidung ließ auch noch zu wünschen übrig. Mit T-Shirt und kurzer Hose habe ich dann auch ohne zu murren die Einsatzleitung in den Händen meines Stellvertreters Heinrich gelassen.

Da am Mähdrescher kein Defekt festzustellen war, der für das Entstehen des Feuers in Betracht kam, setzte der Landwirt seine Arbeit nach einer Unterbrechung wieder fort. Nicht ohne Folgen. Gegen 18:30 Uhr heulten erneut die Sirenen. Gleiche Straße, gleiches Feld, gleicher Mähdrescher, allerdings dieses Mal etwa 200 Meter weiter in Richtung Flüggendorf. Der Wehrführer wieder nicht im Ort, aber die Truppe gut eingespielt, und das Feuer schnell gelöscht. Der Mähdrescherfahrer verließ danach genervt die Koppel und machte zu unserer aller Freude Feierabend.

Am 04.12. sorgte ein Brand in einer Reihenhaushälfte im Augustental für Arbeit. Bei diesem Einsatz konnten wir erste Erfahrungen mit einer Wärmebildkamera sammeln. Die Kamera ist in Raisdorf stationiert und kann von uns jederzeit angefordert werden.

Die restlichen Einsätze des Jahres waren überwiegend technische Hilfeleistungen und Sicherheitswachen. Eine Liste der Einsätze liegt diesem Bericht bei, kann aber auch auf unserer Homepage angesehen werden.

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Das Federvieh, das uns die meiste Arbeit beschert hat, war sicherlich der "Rote-Hahn". Seit dem 2. September klebt der zweite Stern auf der Tafel mit dem Roten-Hahn an unserem Gerätehaus. Wieder einmal musste jede Menge Vorarbeit geleistet werden, um uns der Bewertungskommission auf dem Hof von Wilhelm und Karin Arp zu stellen. Mit etwas Stolz können wir nun auf diese Zierde an unserem Gerätehaus blicken, gehören wir doch mit zu den Ersten in unserem Kreis, die sich dieser Aufgabe gestellt haben.

Am gleichen Tag feierten unsere Kameraden aus Graal-Müritz ihre 130-Jahrfeier. Leider hatten sich unsere Termine überschnitten, so dass wir an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen konnten. Im Oktober hatten wir dann aber doch noch mal die Gelegenheit bei einer kleinen Dankes-Feier alles nachzuholen, was wir verpasst hatten.

Unser Osterfeuer wurde 2006 zum ersten Mal auf dem Bolzplatz veranstaltet. Im Vorstand waren wir der Meinung, dass der Bolzplatz besser geeignet sei, als der Platz am Klärwerk. Die logistischen Probleme mit der fehlenden Strom und Wasserversorgung vor Ort konnten gelöst werden. Ein großes Stromaggregat, organisiert von unserem Kameraden André Schulz, sowie der Löschwassertank vom TLF, sorgten für genügend Strom und Wasser. Die Weide von unserem Kameraden Holger Arp konnten wir als Parkplatz nutzen. Das Konzept scheint aufgegangen zu sein, sodass wir auch im Jahre 2007 wieder auf dem Bolzplatz feiern werden. Mein Dank gilt neben allen Helferinnen und Helfern insbesondere André und Holger. Wir hoffen, dass ihr uns auch weiterhin bei der Ausrichtung dieses Festes so hervorragend unterstützt.

Auch die weiteren Veranstaltungen, wie das Laternenlaufen und der Seniorenkaffee, liefen dank alt bewährter Hilfe, wie immer, sehr gut.

Am 9. September machten wir, sozusagen als kleines Dankeschön für die Leistungsbewertung, eine Bus-Tour nach Dänemark. Das Schloss Egeskov auf der Insel Fünen war unser Ziel. Erstmals nach vielen Jahren hat unser "Bus-Tour-Guru" Peter Ott es zugelassen und zwei jungen Nachwuchstalenten die Chance gegeben, sich auf diesem sehr schwierigen Terrain zu etablieren. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Ich denke, dass unsere beiden Jungorganisatoren Björn Bauer und Michael Kahl sicherlich wieder einmal die Gelegenheit bekommen werden, etwas Derartiges auf die Beine zu stellen. "Vielen dank ihr beiden".

Seite 5Der Ostuferpokal ist wieder zu Hause! Am 23. September, gelang einer jungen Truppe um Teamleiter Franz Schmidt beim Wettkampf in Schönkirchen das Kunststück den Pokal einmal wieder nach Flüggendorf zu holen. "Herzlichen Glückwunsch".

Und hier noch einige Zahlen des Jahres 2006:

Bei den Einsätzen des Jahres wurden insgesamt 357 Stunden geleistet. Denen stehen 3451 Stunden, geleistet an 23 Diensten und diversen Lehrgängen mit 2647 Stunden, den monatlichen Wartungsdiensten mit 268 Stunden, Atemschutzausbildung und den ZS-Übungen gegenüber. So kommen wir 2006 auf insgesamt 3808 Dienst -und Einsatzstunden (Vorjahr 2277).

Die gefahrenen Kilometer der einzelnen Fahrzeuge:

LF 8 508 km LF 16 TS 784 km
MZF 3584 km
TLF 16/24 592 km
Gesamt gefahrene Kilometer im Jahr 2006 = 5468 km (Vorjahr 7807 km)


Im letzten Jahr nahmen folgende Kameraden erfolgreich an Lehrgängen teil: Auf Landesebene Gruppenführung 1: Torsten Naase; Auf Kreisebene Truppführer B: Christoph Dibbern, Dominik Meier, Michael Kahl, Björn Bauer, Stefan Grygiel; Atemschutzgeräteträger: Dominik Meier, Michael Kahl, Björn Bauer, Atemschutz Gerätepflege: Christoph Dibbern, Sven Kahl, Torsten Naase, Franz Schmidt, André Schulz; Maschinisten: Daniel Diedrichsen; Motorsägen: Daniel Diedrichsen, Tim Sterna; Funklehrgang: Tim Sterna, Stefan Grygiel; Technische Hilfeleistung: Dominik Meier, Björn Bauer, Stefan Grygiel; Auf Gemeindeebene Truppmann B: Tim Sterna, Daniel Diedrichsen
Die hohe Anzahl der Lehrgangsteilnehmer ist der Garant für die gute Ausbildung unserer Einsatzabteilung. Auch für 2007 haben wir schon 24 Lehrgangsplätze geordert, womit wir in den Grundlehrgängen prozentual gesehen einen sehr guten Ausbildungsstand haben.
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Unser Verwaltungsprogramm "FOX 112" entwickelt sich auch laufend weiter. Mittlerweile wird dieses Programm für uns zu einer richtigen Hilfe. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir dieses Programm erst einmal mit Daten füttern. Wir haben 2006 damit begonnen unsere Fahrzuge und Ausrüstung zu inventarisieren. Sämtliche Gegenstände, mit Ausnahme des LF-8, sind im Programm aufgenommen und mit Aufklebern versehen. Desweiteren wurden 2006 alle Einsatzberichte und Lehrgangsanmeldungen online bearbeitet. Selbst die Jahresstatistik, früher ein mehrseitiges Formular, das am Jahresende nach Plön geschickt werden musste, erstelle ich mit wenigen Mausklicken. Sie wird dann am 31.12 jedes Jahres um 00 Uhr von Plön abgerufen. Ab 2007 gehört unser gutes altes Dienstbuch auch der Geschichte an. Alle Dienste und Veranstaltungen werden online verarbeitet und für nachfolgende Generationen archiviert.

Eine große Hilfe bei der Eingabe dieser Daten, gerade in der Aufbauphase dieses Programmes ist mir unser Kamerad Christoph Dibbern, der unermüdlich bei der Sache ist. Vielen Dank für deine Hilfe Christoph.

Auch das Jahr 2007 wird einige Höhepunkte aus Sicht unserer Feuerwehr haben. Zwar schon im letzten Jahresbericht als Höhepunkt für 2006 vorausgesagt, kommt es in diesem Jahr ganz bestimmt: Unser neues LF 10/6. In wenigen Tagen werden wir uns auf den Weg nach Giengen an der Brenz machen, um das Fahrzeug abzuholen.

Die offizielle Übergabe wird im März hier im Gerätehaus stattfinden. Wichtiger als die Übergabefeier ist allerdings die Ausbildung an dem Fahrzeug. Der Dienstplan, der eigens für diese Ausbildung aufgestellt ist, beginnt gleich nach der Auslieferung und sieht vor, dass innerhalb von 2 Wochen alle Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit haben sich mit diesem Fahrzeug vertraut zu machen.Seite 7

Noch einmal ein Dank an alle Funktionsträger, vom Gerätewart über die Gruppenführungen, dem Kassenwart und Schriftführer, meinem Stellvertreter, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Atemschutzgerätewart bis zum EDV-Fachwart. Ihr habt eure Aufgaben im Jahr 2006 sehr gut erfüllt. Aber auch allen anderen Kameradinnen und Kameraden vielen Dank für eure Arbeit.

Einen besonderen Dank möchte ich an unseren ZS-Gruppenführer Torsten Naase richten. Torsten ist es gelungen, dass wir wieder eine starke Gruppe von Kindern in der Jugendfeuerwehr haben. Er hat nicht nur für die entsprechende Werbung gesorgt, sondern hat die Kinder auch zu den Diensten gefahren und betreut. Im kommenden Jahr soll diese Last auf mehrere Schultern verteilt werden, ein entsprechender Dienstplan besteht bereits.

Dank auch an die Damen und Herren der Gemeindevertretung und des Werkausschusses, an unseren Bürgermeister Herrn Jensen, unseren ehemaligen Bürgermeister Herrn Koops, der Leiterin des Bürgerbüros Frau Witt sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung.

Für die gute Zusammenarbeit möchte ich mich bei unserem Gemeindewehrführer Ernst Peter Schütt und den Kameradinnen und Kameraden der F.F.Schönkirchen, der Polizeistation Schönkirchen und beim ASB Schönkirchen bedanken.

So, bevor ich jetzt zum Ende komme, möchte ich mich, und ich denke auch in eurem Namen, bei unserem Kantinenpaar Margret und Heino, für die gute Betreuung in den vergangenen Monaten bedanken. Ich wünsche allen Anwesenden ein glückliches und gesundes 2007.

Seite 8 - Die WahlenWehrführer Bernd Sievers (links) überreichte Kurt Hartz (rechts) eine Urkunde und einen Präsentkorb für seine 40 jährige Mitgliedschaft

Die Kameraden Dominik Meier, Michael Kahl, Björn Bauer, Stefan Grygiel und Christoph Dibbern (von rechts) wurden zu Hauptfeuerwehrmännern befördert.

Der Kamerad Christian Kahl (links) wurde in einer geheimen Abstimmung für weitere sechs Jahre zum Gerätewart gewählt. Der Kamerad Tim Sterna (rechts) wurde vereidigt und ist somit Feuerwehrmann

Der Kamerad Heino Petersen (links) wurde zum Löschmeister befördert. Rechts zusehen ist Lena-Elisa Schröder, eine der beiden weiblichen Neuzugänge

Der Kamerad Siegfried Grygiel wurde für seine 20 jährige aktive Mitgliedschaft geehrt und Klaus Lassen für seine 10 jährige aktive Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr.

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