Hochwasser: Appell gegen Katastrophentourismus 2010


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Deiche verstärken, Keller auspumpen, Schlamm beseitigen:

„Alle Feuerwehren im Landkreis Görlitz sind im Einsatz“, erklärte Andreas Johne, Pressesprecher des Katastrophenstabes des vom Hochwasser der Neiße betroffenen Landkreises, während die Flutwelle durch seinen Landkreis rollte. Mehr als 1.000 Einsatzkräfte – darunter ein Großteil Feuerwehrangehörige – versuchten, den Schaden zu minimieren. Wichtig ist, die Helferinnen und Helfer nicht durch Katastrophentourismus zu behindern“, appellierte Johne

In Teilen des Landkreises war – genau wie in anderen Teilen Sachsens – aufgrund starker Regenfälle Katastrophenalarm ausgerufen worden. Auch in Brandenburg waren zahllose Einheiten im Einsatz.Siegfried Bossack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, berichtete vom Einsatz von Einheiten des Katastrophenschutzes aus ganz Sachsen in den betroffenen Gebieten. „Wir danken den eingesetzten Kräften für ihre Hilfe – und auch den Arbeitgebern, die das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen ermöglichen!“, erklärt Bossack gemeinsam mit Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren setzten sich mit großem persönlichen Engagement für ihre Mitbürger ein: „Wir wissen bislang von mehreren Fällen, bei denen Feuerwehrleute ihr eigenes Hab und Gut in den Fluten verloren, während sie an anderer Stelle im Einsatz waren“,so Bossack. Die Feuerwehren sind mit mehr als 50.000 aktiven Einsatzkräften die größte Hilfeleistungsorganisation in Sachsen. Speziell bei einer Hochwasserlage, die über mehrere Tage geht, werden zahlreiche Feuerwehrmänner und -frauen zur Ablösung benötigt. Weitere Informationen und Bilder gibt es online unter www.lfv-sachsen.de.

Quelle: DFV-Newsletter 7/2010 vom 17.08.2010

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