Eine Sinnvolle Forderung des ADAC 2010


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Die Rettungskarte, ein sinnvolle Forderung des ADAC und der Feuerwehren

Moderne Autos sind sicherer geworden, aber Unfalle verbunden mit Verformungen der Karosserien, geschehen nach wie vor. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehren besteht nach einem Unfall häufig die Aufgabe, einen Zugang zu den im Fahrzeugeingeschlossenen oder eingeklemmten Personen herzustellen und diese letztendlich aus dem Fahrzeug zu befreien.

Diese Aufgabe ist durch die Entwicklungen der letzten Jahre im Fahrzeugbau nicht einfacher geworden. Neben den heute handelsüblichen Sicherheitssystemen wie Airbag und Gurtstraffer, werden Versteifungen aus hochfesten Stahlen oder auch neuartige innovative Materialien verbaut. Hinzu kommen alternative Antriebsenergien, die eigene spezielle Gefährdungen mit sich bringen können.Feuerwehreinsatze haben gezeigt, dass das Wissen über die Art und Lage der verbauten Sicherheitssysteme nicht nur einen schnelleren Zugang zu den Unfallopfern ermöglicht, sondern vielmehr auch dem Eigenschutz dient. Dieses Wissen für Einsatzkräfte nachvollziehbar und abrufbar zu gestalten, ist der Gedanke einer vom ADAC vorgeschlagenen einheitlichen „Rettungskarte“. Sie ist ein standardisiertes Datenblatt, welches sozusagen „auf einen Blick“ alle für eine technische Rettung relevanten Informationen enthalt. So gibt die Rettungskarte z.B. Auskunft über die Lage von Batterie und Airbags, Schnittpunkten und Verstärkungen an der Karosserie sowie Kraftstoff-Bevorratung oder Besonderheiten bei alternativen Antrieben. Als erster Schritt sollte jedem in Europa ausgelieferten Neuwagen eine Rettungskarte beigelegt und an einem vorgegebenen festen Ort (z. B. hinter der Sonnenblende) mitgeführt werden, so die Forderung des ADAC. Gemeinsam mit einer Reihe von Automobilherstellern sind eine Vielzahl von Rettungskarten bereits erarbeitet worden und können auch zu Ausbildungszwecken in der Feuerwehr unter nach stehendem Link herunter geladen werden:

http://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/sicher-unterwegs/rettungskarte/default.aspx

Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat sich Ende letzten Jahres noch einmal für die Einführung eines flächendeckenden standardisierten Systems zur Fahrzeugidentifikation mit Rettungsinformationen ausgesprochen und dieses rückwirkend bis zu den Fahrzeugen, die erstmalig mit Airbag-Systemen ausgestattet wurden. Bis diese Ausstattung erreicht wird, sind die Feuerwehren aufgefordert, sich mit den jetzigen Möglichkeiten und Anforderungen auseinanderzusetzen und sich das damit verbundene

Fachwissen anzueignen. Die Rettungskarte des ADAC ist dabei ein gutes Hilfsmittel, um Einsatzablaufe effektiv und sicher zu gestalten. Mit diesem Wissen kann nicht nur schnellere Hilfe, sondern auch sicheres Arbeiten erreicht werden. Somit dient die Rettungskarte auch der Unfallverhütung und sollte in den Feuerwehren ihre Beachtung finden. Also, helfen Sie der Feuerwehr und laden sie sich die Rettungskarte runter und hinterlegen diese hinter der Sonnenblende, in der Hoffung das diese NIE benötigt wird.

Quelle: Gemeinsame Schrift der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord(HFUK Nord) und der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte (FUK Mitte) sowie des ADAC Deutschland und Volkswagen

 

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