Update 1 / Mehr als 75.000 Feuerwehrleute in der Flutabwehr. 2013


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Überlandhilfe mit 4.200 Kräften / DFV-Vizepräsidenten in Einsatzgebieten

 

Am Einsatz gegen das Hochwasser wurden mittlerweile bundesweit mehr als 75.000 Feuerwehrfrauen und -männer eingesetzt. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat eine Gesamtzahl von 75.205 ehren- und hauptamtlichen Kräften ermittelt (Stand Sonntag, 9.6.2013, 13.00 Uhr). Damit handelt es sich um den größten Feuerwehreinsatz seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.

„Dieser Einsatz kann nicht hoch genug geschätzt werden!“, zollt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), den ehren- und hauptamtlichen Aktiven seinen Respekt.

Zum Vergleich: 2002 waren rund 40.000 Feuerwehrangehörige

im Hochwassereinsatz. Sie bringen Menschen aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit, stabilisieren Deiche mit Tausenden von Sandsäcken, pumpen vollgelaufene Keller leer und packen überall mit an, wo es nötig ist: „Die Feuerwehren sind das Rückgrat der Katastrophenhilfe!“, erklärt der DFV Präsident.

„Dass parallel natürlich noch die Einsätze des Tagesgeschäftes erledigt werden, ist nur durch die Vorhaltung von Kräften für genau diesen jetzt eingetretenen Katastrophenfall im flächendeckenden System des Brandschutzes in Deutschland möglich“, erläutert Kröger. „Besonders die Anstrengungen in der Überlandhilfe sind für die Feuerwehren einmalig. 4.236 Feuerwehrleute aus nicht betroffenen Regionen sind mit geschlossenen Verbänden in den Katastrophengebieten tätig – das ist angesichts der kommunalen Struktur unserer Feuerwehren eine solide logistische

Leistung“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Beispiel aus Schleswig-Holstein: Heute Vormittag (Montag,10.6.) um 09.30 Uhr wurde die 1. Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn zum Hochwassereinsatz nach Lauenburg/Elbe entsandt. Die 1. Brandschutzbereitschaft des Kreises rückte mit 24 Einsatzfahrzeugen und 147 Kameradinnen und Kameraden aus, um die Einsatzkräfte des Kreises Herzogtum Lauenburg bei ihrem Kampf gegen das steigende Hochwasser der Elbe zu unterstützen. Die Kräfte aus Stormarn unter Führung von Hauptbrandmeister Holger Peters wurden der Einsatzleitung des Kreises Herzogtum Lauenburg unterstellt. Der 1. Und 2. Zug der Stormarner Brandschutzbereitschaft wird zurzeit in der Hafenstrasse in Lauenburg zur Deicherhöhung eingesetzt. Die Kameradinnen und Kameraden des 3. Zugs sind nach Buchhorst unterwegs, um dort bei der Abfüllung weiterer Sandsäcke zu helfen. Mehrere Vizepräsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes sind in diesen Tagen selbst als Führungskräfte in der Katastrophenabwehr tätig: Branddirektor Ludwig Geiger war als Feuerwehrchef von Gera (Thüringen) sehr früh mit der Wucht des Hochwassers und dessen Auswirkungen konfrontiert. Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs (Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen) hat eine heimische Feuerwehr-Bereitschaft nach Niedersachsen geführt. Zahlreiche Vorstandsmitglieder der Landesfeuerwehrverbände im DFV wirken in den Stäben vor Ort mit. „Unser besonderer Dank gilt den vielen tausend Bürgerinnen und Bürgern, die selbst mit anpacken: sei es beim Füllen von Sandsäcken, beim Sichern von Hab und Gut oder mit Fahrdiensten und Spezialgerät“, sagt DFV-Präsident Hans- Peter Kröger. „Viele Menschen bieten unseren Einsatzkräften Getränke und Imbisse an – das nehmen wir als besondere Wertschätzung dankbar wahr.“ Der Feuerwehrverband sieht im Engagement der Betroffenen noch großes Potenzial. Kröger: „Die Selbsthilfe der Bevölkerung wird immer wichtiger. Naturkatastrophen dieses Ausmaßes häufen sich. Dann sind die betroffenen Menschen bis zu einem gewissen Grad selbst gefordert. Viele Menschen wollen auch helfen. Es lohnt sich, sie noch besser zu informieren und anzuleiten.“

 

Text Quelle:Landesfeuerwehrverband - Newsletter

Bild  Quelle: Radio Hamburg

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