PA Übung in der KFZ Plön mit anschließendem Realeinsatz 2010


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Am 20.04.2010 war es mal wieder soweit. Es ging zur jährlichen Absolvierung der PA Strecke in Plön. Mindestens einmal im Jahr muss ein PA Geräteträger (PA= Pressluft Atemgerät) diese Strecke in der Kreis Feuerwehrzentrale in Plön über sich ergehen lassen.Zur heutigen Tour trafen sich die Kameraden Stefan Grygiel, Sven Kahl,Christian Schramm, Björn Bauer und Torsten Naase und machten sich um 18Uhr30 von Flüggendorf auf den Weg nach Plön.

Zu unserer Mannschaft gesellten sich in Plön noch 2 Kameraden der F.F. Rosenfeld.

Auch bei der KVZ versucht man, die Kosten, die durch die Benutzung der Strecke entstehen, gering zu halten. Nur eine gut ausgenutzte Strecke spart Geld. Und somit macht es natürlich Sinn, die Zusammenarbeit von verschiedenen Feuerwehren hier in der Strecke zu trainieren.

(was ja im Einsatz mal der Fall sein kann)

Zuerst einmal zur Theorie. Die PA-Strecke wird uns als Atemschützer vorgeschrieben, um uns in regelmäßigen Abständen das Gerät näher zu bringen. Das ist für jemanden, der das nicht allzu häufig macht, nicht wirklich einfach.

„Einfach“ war es auch dieses Mal wieder nicht. Warum?

Tja, da kommen wir am besten mal zur Praxis!

Das Atemschutzgerät zur Hand, die Druckflasche auf das Tragegestell montiert Geräte Kurzprüfung durchgeführt, Gerät geschultert, Maske auf, kurze Dichtungsprüfung der Maske, Geräte gegenseitig angeschlossen und frische kalte klare Luft strömt in die Maske.

Soweit, so gut!... Dann hinein ins Vergnügen: Es wartet der Vorraum auf uns. Doch bevor es reingeht, wird der Puls gemessen und dokumentiert sowie der Fülldruck der Flasche notiert. Normal liegt der Anfangsdruck hier bei ca. 280 – 300 bar.

Im Vorraum sollen wir ein bisschen auf Trab kommen und uns bewegen:

  • Fahrrad fahren (2 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 20-25 km/h fahren),
  • das Laufband (200m gehen),
  • Gewichte ziehen (eine Hantel gegen einen schweren Widerstand 15 mal nach unten ziehen),
  • die Endlosleiter klettern bis der Arzt kommt , aber der kommt nicht so schnell
  • und zum Schluss der Einstieg in ein Schachtsystem: einmal Einstieg von oben nach unten über eine Leiter und im zweiten Gerät der schräge Einstieg nach oben und auch wieder nach unten über eine Leiter.

Der Puls ist auf Fahrt, die Maske beengt einen, es ist ein seltsames Gefühl, das Atmen fällt schwerer, man möchte mal so richtig durchatmen, das Sichtfeld ist eingeschränkt.

Nein, richtig Wohl fühlt man sich hier nicht. Ständig wird durch xx, der die Atemschutzüberwachung leitet, der Puls gemessen und Flaschendruck geprüft, bis endliche alle "warm" sind. Nach ca. 10-12 Minuten heißt es Ende des ersten Teils.

Wer jetzt noch nicht seinen körperlichen Ausgleich erlangt hat, hat im zweiten Teil Gelegenheit genug dazu. Als Gruppe mit 3 bis 4 Kameraden geht es nun in den eigentlichen Teil der „Folterkammer“, das von allen heiß geliebte Gitterkäfiglabyrinth. Dieses Labyrinth ist eigentlich nur ein verzwickter Gang mit jeder Menge kleinen und großen Hindernissen auf zwei Ebenen, der aufgrund seiner dezent gehaltenen Höhe nur kriechend passiert werden kann. Es ist duster, nur das Leuchten unserer Helme weist uns den Weg, die Heizung läuft auf Volldampf, es ist unangenehm warm. Nur noch hier durch und es ist geschafft... Am Ende des Käfigs geht dem einen oder anderen der Flaschendruck allmählich flöten (im wahrsten Sinne des Wortes), denn bei 50 bar Restdruck schaltet sich das automatische Warnsignal ein.

Ein nervtötender Signalpfeifton erklingt nun pausenlos, auch das kann einen nervös machen.

Aber unsere Gruppen verlässt den Käfig erfolgreich. Auch die Kameraden aus Rosenfeld absolvieren ihren Parcours ohne Probleme.

Nach verlassen der Kriechstrecke wird noch der obligatorische Puls gemessen und der Restdruck (sofern noch vorhanden) von der Druckanzeige abgelesen.

Zum Schluss wird das Gerät wieder abgesetzt, die leere PA Flasche zum Füllen in den Transportwagen gebracht , die gebrauchte PA Maske zum Reinigen weggelegt und alle Trageriemen am PA Gestell wieder geweitet, damit am nächsten Tag wieder „freiwillige“ Feuerwehrleute ihrem Hobby zum Schutz des Nächsten nachgehen können.

eben Leute wie Du und Ich…….

Und dass dieses Training nun mal wichtig ist zeigte sich in der Folgenacht zum 21.04.2010. Um 00:27 riss uns die Sirene und der Melder aus dem schlaf.

Unter dem Einsatzstichwort „Wohnungsbrand“ wurden wir nach Schönkirchen in den Rinkenberg gerufen. Hier brannte eine Wohnung im 2. OG eines Mehrfamilienhaus.

Zusammen mit den Kameraden der F.F.Schönkirchen und aus Laboe wurde die Bewohnerin der Wohnung unter PA gerettet.

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Hier zeigte sich wieder einmal das man einen "PA Einsatz" nicht oft genug übern kann.

 

hier der Orginal Polizei Pressebericht...

Schönkirchen: Verletzte Frau nach Wohnungsbrand

Schönkirchen (ots) - In der vergangenen Nacht ist es in Schönkirchen im Rinkenberg zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus gekommen Eine 73-jährige Mieterin musste mit Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, Lebensgefahr besteht nicht mehr.

Um 00.10 Uhr bemerkte eine Bewohnerin Brandgeruch aus dem Haus. Die 31-Jährige sah Rauch aus dem offenen Küchenfenster im 2. Obergeschoss steigen und alarmierte die Feuerwehr. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Schönkirchen, Flüggendorf und ein Leiterwagen aus Laboe rückten umgehend an. Einsatzkräfte stellten eine starke Rauchentwicklung und eine brennende Couch im Wohnzimmer der betroffenen Wohnung fest und fanden in der angrenzenden Küche die 73-jährige Wohnungsinhaberin auf dem Boden liegend vor. Nach der Erstversorgung transportierten Rettungskräfte die Frau in ein Kieler Krankenhaus.

Die Kriminalpolizei Plön und ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen aufgenommen, die Wohnung ist beschlagnahmt. Zu der Brandursache und der Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.

Wichtiger Hinweis: Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Original-Pressemitteilung der Polizei. Sie wurde automatisch in unseren Dienst übernommen und von uns redaktionell nicht bearbeitet.

 

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